Wir wollen die Fastenzeit über mal was ausprobieren...

Bist du dabei?

Jede Woche stellen wir unter ein Motto, an das wir im Laufe der Woche denken wollen. Vielleicht ergibt sich ja mal ein ganz anderer Blickwinkel oder wir entdecken Dinge, die uns vorher gar nicht aufgefallen sind.

Einfach mal ausprobieren - es tut auch nicht weh, versprochen!

 

Die Evangelische Jugend Ingolstadt verwendet diese Daten ausschließlich zum Versand eines Impuls pro Woche im Rahmen der Fastenaktion 2020. Der Versand erfolgt so, dass die Emailadressen nicht sichtbar werden. (BCC)

Woche 1

Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben! Mt 11,28

Wir wollen dieses Jahr in der Fastenzeit dazu anregen, nicht zu verzichten, sondern etwas dazuzunehmen. Jede Woche laden wir dazu ein, den Augenmerk auf eine Einstellung, ein Gefühl zu lenken. Starten wollen wir mit einem kühlen Kopf. Oder Entschleunigung: Gelassen sein!

Gar nicht so einfach: Gibt es doch mehr als genug Gründe, angespannt zu sein, manchmal schier an die Decke zu gehen: Persönlicher Ärger und Stress. Die allgemeine Nachrichtenlage. Das Corona-Virus. Donald Trump. Und wenn es sonst nichts gibt: Das Wetter. Mein Ziel für diese Woche: Das Leben und so manch Begegnung gelassener sehen. Damit meine ich keineswegs, dass ich mich nicht mehr ärgern darf. Sondern, dass ich den Situationen bewusster begegne. Oder diese für mich nochmals durchdenken, bevor ich reagiere.

 

Woche 2

Nehmt Anteil am Leben des anderen und liebt einander als Geschwister! 1. Petr 3,8

Jemand verhält sich anders als ich das tun würde. Trifft eine für mich nicht nachvollziehbare Entscheidung. Oder legt ein Verhalten an den Tag, für das ich ihn oder sie am liebsten …

Das Schlagwort für diese Woche ist Verständnis. Und das kann schon eine echte Zumutung sein. Oder aber eine Bereicherung. Denn: Für mich liegt dem Verständnis das Verstehen zu Grunde. Oder zumindest der ehrliche Versuch. Das beginnt mit dem Zuwenden, dem Zuschauen, dem Zuhören. Und wenn es sich ergibt vielleicht auch dem Nachfragen.

Woche 3

Und der HERR wird dir seinen guten Schatz auftun, den Himmel, dass er deinem Land Regen gebe zu seiner Zeit und dass er segne alle Werke deiner Hände. 5.Mose 28,12

Manchmal fühle ich mich überfordert mit all den Aufgaben und Erwartungen, die an mich gestellt werden. Habe das Gefühl, nicht mithalten zu können. Oder fühle mich allein…

In dieser Woche möchte ich meinem Alltag mit einer Extraportion Zuversicht begegnen. Klingt ja ganz nett, aber wie kann ich das konkret umsetzen? Ich versuche, mich auf das Positive zu konzentrieren, auf die Menschen, Dinge und Begegnungen, die mir Kraft spenden und mich fröhlich machen. Mich mal nicht ausbremsen lassen von Abers und Vielleichts, sondern einfach mal machen – könnte ja gut werden 😊

 

 

Woche 4

Wenn aber jemand dieser Welt Güter hat und sieht seinen Bruder darben und verschließt sein Herz vor ihm, wie bleibt dann die Liebe Gottes in ihm? 1.Johannes 3,17

Unsere Fastenaktion mit den jeweiligen Wochenmottos planten wir bereits vor vielen Wochen. Just für diese Woche war das Motto „Mitgefühl“ vorgesehen – passender geht es wohl kaum! Die Einschränkungen, die wir momentan erleben, sind völlig neu für uns und teilweise sehr schwer zu akzeptieren. Und warum sollte ich mich den Anordnungen nicht einfach widersetzen? Es kann mich ja im Moment noch keiner daran hindern, meine Freunde zu treffen, dicht an dicht im Café oder Park zu sitzen oder eine Party zu schmeißen. Doch ich möchte Mitgefühl zeigen. Für Menschen mit Vorerkrankungen, ältere und geschwächte Mitmenschen. Auf sie möchte ich Rücksicht nehmen und mich an die Empfehlungen halten. Das Mitgefühl macht uns als Gemeinschaft stärker.

Ihr könnt uns auch gerne schreiben, wie es euch mit den einschneidenden und teilweise beängstigenden Veränderungen momentan geht, wir sind für euch da! Unter https://www.instagram.com/ejingolstadt oder https://www.facebook.com/jugend.ingolstadt, per E-Mail oder Telefon.

Woche 5

Dies ist der Tag, den der HERR macht;
lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein. Psalm 118,24

Gute Laune? Ich sitze hier und denke mir, was soll ich euch denn in einer Woche wie dieser von guter Laune erzählen? Aber vielleicht kommt ja unser Fastenmotto in dieser schweren Zeit wie gerufen. Ich besinne mich auf die Dinge, die mir Freude machen. Da war diese nette Nachricht einer guten Freundin auf meinem Handy, als ich aufgewacht bin. Die Sonne lacht von einem strahlend blauen Himmel durch mein Fenster. Die Menschen helfen sich gegenseitig, werden so kreativ, um anderen eine Freude zu machen und in Kontakt zu bleiben. Das ist wunderbar! Ja, ich will diese Woche versuchen, möglichst vielen Leuten ein bisschen gute Laune zu bescheren – dabei wird das Lächeln in meinem Gesicht automatisch immer breiter. Mach doch mit! 😊

Woche 6

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. 2. Timotheus 1,7

Mut – was ist das denn, was gehört dazu mutig zu sein? Laut Lexikon ist es die Fähigkeit, seine Angst zu überwinden oder trotz zu erwartender Nachteile etwas zu tun, das man für richtig hält. Es muss also nicht unbedingt darum gehen, ob man trotz Höhenangst vom Zehn-Meter-Turm springt. Sondern sich etwas zu trauen.
Ich will diese Woche ein Risiko eingehen, was man meine zwischenmenschlichen Kontakte angeht. Für jemanden einstehen. Ehrlich die Meinung sagen, wenn mir selbst oder anderen Ungerechtigkeit widerfährt. Einen schwelenden Konflikt oder eine Spannung ansprechen, die ich mich bisher nicht getraut habe, anzugehen, die mich aber dennoch belastet. Mich jemanden zu öffnen, obwohl ich Angst vor dessen Reaktion habe. Um hinterher hoffentlich reicher und gelöster aus diesen Kontakten hervorzugehen. Trau dich, denn ehrlich währt am längsten!

Woche 7

Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes. Römer 15,13

Die Karwoche ist angebrochen, die Fastenzeit endet in ein paar Tagen und das Osterfest ist nah! Eine wichtige Zeit für uns Christen. Eine Zeit, die uns in unserem Glauben bekräftigt und uns Hoffnung gibt. Denn Jesus hat uns gezeigt: das Licht ist größer als die Dunkelheit und das Leben ist größer als der Tod. Auch wenn wir Ostern dieses Jahr ganz anders feiern werden als bisher, auch wenn es schwerfällt, dass größere Familienbesuche nicht möglich sind, können wir Ostern gemeinsam feiern! Die letzten Wochen haben gezeigt, wie man auf kreative, witzige und liebevolle Weise Kontakt mit allen halten kann, wie stark wir als Gemeinschaft sein können. So gehe ich frohen Mutes und mit frischer Hoffnung in diese letzte Fastenwoche und freue mich darauf, dass wir gestärkt aus dieser Krise hervorgehen werden!

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Und, wie ist es dir ergangen? Hast du etwas in dieser Woche entdeckt, was dich überrascht hat? Erzähls uns in den Kommentaren!

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